HNO Gemeinschaftspraxisim Europahaus

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Fachchinesisch leicht gemachtUnser Patienten-Glossar

Fachbegriffe gehören für uns zum Alltag als Arzt dazu. Doch als Patient ist es nur zu verständlich, dass Sie „Klartext“ hören wollen. Zu diesem Zweck haben wir einige wichtige Begriffe mit Erklärungen versehen.

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Allergenmeidung

Allergene sind Stoffe, die Allergien auslösen, z.B. Nahrungsmittel.

Durch eine Umstellung der Ernährung oder aber veränderte Lebensgewohnheiten lässt sich der Kontakt mit diesen gezielt umgehen. 

Allergie

Eine Allergie ist eine Unverträglichkeitsreaktion des Körpers auf bestimmte Stoffe, die sogenannten Allergene. Ein Allergietest dient zunächst dazu, die Quellen der Beschwerden herauszufinden. Um zu verhindern, dass sich Symptome verschlimmern oder ausweiten, ist dann eine Therapie erforderlich.

ambulant

Im Unterschied zu einem stationären Aufenthalt, bei dem der Patient am Behandlungsort übernachtet, kann das Krankenhaus bzw. die Praxis bei ambulanten Eingriffen noch am selben Tag verlassen werden.

Audiometrie (Hörschwellentest)

Um die Hörfähigkeit zu testen, etwa zur Verordnung und Anpassung eines Hörgerätes,  werden über Kopf- und Knochenleitungshörer Töne wiedergegeben. Sie variieren in Höhe und Frequenz. Auf diese Weise kann mit Hilfe des Patientenfeedbacks festgestellt werden, ob Innen- oder Mittelohr erkrankt sind. 

 

Belegarzt

Ein Belegarzt kann in einer Klinik über eine bestimmte Anzahl an Betten verfügen, um seine Patienten unterzubringen, wenn er diese von dem ersten Praxisbesuch über die OP bis hin zur Nachbehandlung begleitet. In der Klinik werden die Patienten eines Fachgebietes durch das Personal vor Ort gemeinsam betreut, was eine optimale Versorgung gewährleistet.

BERA (Hörnervenfunktionstest)

Bei diesem Test der äußeren Haarzellen werden mit einem empfindlichen Mikrofon die Schallaussendungen des Innenohres gemessen. Denn liegt eine Innenohrschwerhörigkeit vor, sind besagte Zellen zuerst betroffen. Auch bei Kontrolluntersuchungen im Falle von Tinnitus, Hörstürzen oder Lärmtraumata sowie bei der Verabreichung innenohrschädigender Medikamente kann eine solche Messung Aufschluss über den Therapieverlauf geben.

FNP (Feinnadelpunktion)

Gewebeentnahme mit einer feinen Nadel. Auf diese Weise kann ein Befund festgestellt werden, ohne dass ein operativer Eingriff notwendig ist.

Gaumenmandelentfernung

Bei wiederkehrenden akuten oder chronischen Entzündungen, Abszessen, Vergrößerungen mit Schluck- und Atemstörungen sowie Verdacht auf einen Tumor können die Gaumenmandeln entfernt werden. Schleimhaut- und muskulaturschonend wird die Mandel entlang ihrer Kapsel abgetrennt und von Zunge und Seitenstrang gelöst.

Hörsturz

Ein Hörsturz bezeichnet einen meist plötzlich und einseitig auftretenden Hörverlust bis hin zur Taubheit. 

Impedanzmessung (Mittelohrdiagnostik)

Eine kleine Sonde misst im Gehörgang den Widerstand des Trommelfells und somit indirekt den Mittelohrdruck. Liegt eine Störung der Schallzuleitung vor, wird diese angezeigt. Eingesetzt wird der Test bei akuten und chronischen Mittelohrerkrankungen oder bei Tauchtauglichkeitsprüfungen. 

Kehlkopf-OP

Verändert sich die Stimme und kommen Engegefühle oder Verschleimungen im Hals hinzu, kann dies auf Verdickungen, Polypen, Zysten oder andere Veränderungen der Kehlkopfschleimhaut hinweisen. Diese können entfernt werden, um eine Verbesserung zu erlangen. Dabei ist in jedem Fall eine genaue Gewebeuntersuchung erforderlich, um bösartige Veränderungen auszuschließen. Bei der Operation erfolgt diese mikroskopisch. Die Entnahme selbst wird mit feinen Instrumenten durchgeführt.

Konsiliararzt

Ein Konsiliararzt wird als Experte auf seinem Fachgebiet von anderen Ärzten als externer Meinungsgeber hinzugezogen.

Kurzzeitimmuntherapie

ist ein Verfahren zur Allergiebehandlung, das zur kurzfristigen Immunisierung eingesetzt wird, siehe auch Immuntherapie allgemein.

Muschelreduktion mit Radiofrequenztherapie

Eine Nasenatmungsbehinderung wird in den meisten Fällen durch eine Wucherung der unteren Nasenmuscheln verursacht. Diese entsteht aus folgenden Gründen:

  • Allergien der oberen Luftwege
  • Häufige Erkältungen mit einer Sinusitis
  • Nasentropfenmissbrauch
  • Nebenwirkungen von Medikamente (Antibabypille, einige Blutdrucktbl., Antiepileptika)
  • Stoffwechselstörungen (Diabetes)

Teilweise ist eine Ursache nicht zu erkennen.

Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung, die durch eine schmerzfreie Einlage einer mit einem Anästheticum getränkten Watte auf die untere Nasenmuschel erfolgt. Anschließend wird ein weiteres Anästheticum in die Nasenmuschel infiltriert. Die Radiofrequenzsonde kann dann schonend an den entsprechenden Regionen in die Nasenmuschel eingeführt werden. 

Ohne Tamponade (Verband) kann dann die Praxis verlassen werden. Nach dem Eingriff kommt es zu einer Schwellung der Nasenmuscheln, wie bei einer Erkältung. Sie werden für 2 Tage krankgeschrieben, es ist aber durchaus möglich, nach dem Eingriff zur Arbeit zu gehen. Ein bis mehrere Nachsorgetermine werden zum Entfernen von Krusten aus der Nase vereinbart. Nach 3 bis 5 Wochen ist in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung der Nasenatmung zu bemerken. Sie können wieder durchatmen. In einigen Fällen ist eine Wiederholung des kleinen Eingriffes notwendig.

Tipp 1: Sprühen Sie sich als Test versuchsweise ein abschwellendes Nasenspray in die Nase, sollte die Nasenatmung auf beiden Seiten ausreichend sein, erübrigt sich eine aufwändige Nasenscheidewandoperation!

Tipp 2: Sollten sie nachts schnarchen, sprühen Sie sich direkt vor dem Hinlegen ein abschwellendes Nasenspray in beide Nasenhaupthöhlen. Sollte Ihr Schlafpartner zumindest in der Einschlafphase eine Verringerung der Schnarchgeräusche bemerken, empfiehlt sich dieser schonender Eingriff.

neurologisch

bedeutet: das Nervensystem und seine Gesundheit betreffend. 

Paukenröhrchen

werden im Rahmen einer Polypenentfernung eingesetzt, wenn das Mittelohrsekret, das durch einen Schnitt im Trommelfell ablaufen soll, verdickt ist. Andernfalls würde die Gefahr bestehen, dass sich die Öffnung spontan verschließt. Die Röhrchen werden entweder nach einigen Monaten von selbst abgestoßen oder unter kurzer Narkose entfernt.

Einverständniserklärung Paukenröhrchen

Polypen

werden im Volksmund auch Rachenmandel genannt. Es handelt sich dabei um ein vergrößertes Schleimhautgewebe hinter der Nase am Rachendach, das die Nasenatmung behindert, zu chronischen Schnupfen, Kehlkopf- und Bronchialentzündungen sowie zu häufigen Mittelohrentzündungen führt. Eine operative Entfernung über den Mund ist problemlos möglich.

Radiofrequenztherapie

In der HNO-Chirurgie setzt sich in den letzten Jahren die Radiofrequenz-Chirurgie für risikoarme, minimal invasive Operationseingriffe immer mehr durch. Im Gegensatz zu den verschiedenen Lasersystemen besteht der Vorteil der Radiofrequenz-Chirurgie in der geringeren Hitzeentwicklung, die das Gewebe und die Schleimhäute weniger schädigt und daher ein schnelleres Abheilen ermöglicht. 

Mit diesem sanften Operationsverfahren bieten wir in unserer Praxis folgende Eingriffe an:

  • Nasenmuschelverkleinerung
  • Schnarch-Operationen am weichen Gaumen
  • Verkleinerung der Gaumenmandel (Tonsillotomie)
Schlaf- und Schnarchdiagnostik

Bei einer Schlafuntersuchung wird das Schnarchgeräusch, Atembewegungen der Brust und des Bauches, der Luftfluss durch Nase oder Mund, die Herzfrequenz und die Sauerstoffsättigung Ihres Blutes während des Schlafes aufgezeichnet. Ziel ist es, zwischen (meist den Bettpartner) sehr beeinträchtigendem, jedoch „ungefährlichem Schnarchen“ und dem „gefährlichen Schnarchen mit Atemaussetzern“ im Schlaf zu unterscheiden.

Schlaflabor-Infobogen

Septumplastik

Ist die Nasenscheidewand verbogen, behindert dies die Atmung, was weitreichende Konsequenzen und Beschwerden nach sich ziehen kann, unter anderem Schnarchen. Im Rahmen einer OP kann die Wand durch einen Schnitt im Naseninneren gelöst und anschließend plastisch-chirurgisch begradigt und wieder eingesetzt werden.

Einverständniserklärung Septumplastik

Sonografie

auch Ultraschall genannt, ist ein Verfahren, um ohne chirurgischen Eingriff oder Röntgenbilder Aufnahmen vom Körperinneren zu erhalten. Untersucht werden so z.B. die Nasennebenhöhlen, die Speicheldrüsen, die Hals-Lymphknoten oder die Schilddrüse, etwa um Tumore oder Zysten zu beurteilen. 

Daher ist die Sonografie fester Bestandteil jeder Tumornachsorge. Auch kommt sie bei der FNP (siehe oben) unterstützend zum Einsatz.

spezifische Immuntherapie (Hypo- bzw. Desensibilisierung)

Durch die wiederholte Verabreichung eines Stoffes, der beim Patienten allergische Reaktionen auslöst, wird der Körper darauf trainiert, sich selbst zu schützen. Die von Mal zu Mal gesteigerte Dosis wird über einen Zeitraum von 6 bis 7 Wochen wöchentlich verabreicht, danach alle 4 bis 6 Wochen. 

stationär

bezeichnet eine Behandlung, die eine oder mehrere Übernachtungen des Patienten in der Klinik nach sich zieht.

Stroboskopie

Um anatomische Veränderungen, tiefgreifende Entzündungen des Kehlkopfes sowie die Ursache für Stimm- und Sprachstörungen erkennen und unterscheiden zu können, führen wir eine sogenannte Stroboskopie durch. Dabei werden das Schwingungsverhalten Ihrer Stimmlippen auf Regelmäßigkeit sowie die Beweglichkeit und Symmetrie dieser untersucht. Um die Einzelschwingungen während der Tongebung für das menschliche Auge sichtbar zu machen, kommt ein Gerät zum Einsatz, das mittels schnell aufeinander folgender Lichtblitze die Stimmlippen beleuchtet und so alle Bewegungen wie in Zeitlupe erscheinen lässt.

Die Untersuchung bereitet keine Schmerzen. Trotz all unserer Bemühungen kann es jedoch Unbehagen bereiten, wenn das Endoskop in den Mund eingeführt wird.

Tinnitus

An Tinnitus erkrankte Patienten leiden unter dauerhaften Ohrgeräuschen, wie Pieptönen, Knacken oder Rauschen, die in der Regel keine externe Ursache haben, sondern ausschließlich von der Person selbst wahrgenommen werden.

Tonsillotomie

Die Gaumenmandeln sichern die Immunabwehr, in dem sie Krankheitserreger abwehren, die beim Essen, Trinken und beim Atmen in die Mundhöhle und den Rachen gelangen. Daher sollten sie vor allem bei Kindern nicht vollständig entfernt werden, es sei denn, es treten immer wieder Mandelentzündungen auf.

Durch eine Verkleinerung der Gaumentonsillen mit einer sanften Radiofrequenz Tonsillotomie wird eine glattere, weniger zerklüftete Oberfläche erzielt. Dadurch neigen die Gaumentonsillen selten zu Entzündungen. Auch verlieren sie nicht ihre Immunkompetenz.

Große, sogenannte hyperplastische Gaumentonsillen, häufig zusammen mit den vergrößerten Rachenmandeln (Polypen), verursachen einen erheblichen Atemwiderstand vor allem beim Schlafen und stören teilweise die Aussprache. Durch eine Radiofrequenz-Tonsillotomie werden Schnarchen und Atempausen bei Kindern weitestgehend beseitigt.

Dieser Eingriff wird ambulant durchgeführt, eine stationäre Behandlung ist nicht erforderlich.

Die Tonsillotomie ist noch nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Jedoch haben wir mit den meisten Krankenkassen Selektivverträge für diese Operation abgeschlossen, so dass in einem Alter ab dem zweiten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr die Kosten von Ihrer Krankenkasse einschließlich der Narkose nach einem entsprechenden Antrag übernommen werden. Sollten Ihr Kind älter als sechs Jahre sein, müssen die Kosten für die Operation und der Narkose selber übernommen werden (außer bei der Techniker Krankenkasse und der AOK Nordwest).

Anmerkung: Sollte es erforderlich sein, besteht jederzeit die Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt die gesamte Gaumenmandel zu entfernen.

Tumornachsorge

Patienten, die eine bösartige Erkrankung im HNO-Bereich haben, werden von uns intensiv beraten, zur Diagnostik und Therapie in gute Hände weitergeleitet und anschließend fürsorglich im Rahmen der Tumornachsorge betreut. Sie sparen sich die aufwendige Fahrt nach Hamburg oder Kiel und wir nehmen uns gerne die Zeit, eine gründliche Kontrolle durchzuführen, um ein ggf. erneutes Wachstum oder einen Zweittumor frühzeitig zu erkennen. 

Video-ENG (Funktionstest der Gleichgewichtsorgane)

Das Kürzel ENG steht für Elektronystagmographie und bezeichnet ein Video-Verfahren zur Schwindeldiagnostik. Der Patient trägt dabei eine Brille, in der eine Kamera befestigt ist, die seine Augenbewegungen aufzeichnet. Auf diese Weise können Rückschlüsse auf die Reizung seiner Gleichgewichtsorgange gezogen werden.